Sonntag, 15. August 2010

Protestaktion von ROBIN WOOD gegen Vattenfalls Greenwashing an der Köhlbrandbrücke


Pressemitteilung 
(ROBIN WOOD Ortsgruppe Hamburg-Lüneburg, den 15.8.2010)
Spektakuläre Deutsch-Französische Protestaktion von ROBIN WOOD gegen Vattenfalls Greenwashing an der Köhlbrandbrücke
Foto: dpa
Der Protest gegen Vattenfall ist am heutigen Tag bei den Vattenfall-Cyclassics nicht zu übersehen. Auf einer der für das Rennen symbolträchtigsten Stelle, der Köhlbrandbrücke, haben ROBIN WOOD KletteraktivistInnen ein kunstvolles 50 qm großes Transparent direkt über der Rennstrecke entrollt.
Sie verstehen sich als Teil der vielfältigen Aktionen gegen Vattenfalls Greenwashing.
Vattenfall will mit Sponsorveranstaltungen wie den Cyclassics sein Image aufpolieren, da wollen wir ein Zeichen entgegensetzen“ kommentiert ROBIN WOOD Kletteraktivistin Cécile Lecomte die Aktion. Angesichts der zahlreichen Pannen in den AKWs Krümmel und Brunsbüttel sowie des Wirbels um den Bau des klimaschädlichen Kohlekraftwerks Moorburg verschlechtert sich das Ansehen des Konzerns in der Öffentlichkeit zunehmend.

Aktuell ist für die KlimaaktivistInnen der Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks in Hamburg Moorburg von besonderer Brisanz. Dieses würde den CO2 Ausstoß der Hansestadt mit einem Schlag um 40 Prozent erhöhen. Das entspricht in etwa dem CO2-Ausstoß des gesamten Straßenverkehrs der Stadt.

Zudem ist der Bau von neuen zentralisierten Kraftwerken dieser Art ein Hemmnis für die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien. Es wird über die Köpfen der Menschen hinweg entschieden und lenkt die Energiepolitik in die falsche Richtung.
Wir fordern ein Umdenken hin zu einem bewussteren sparsameren Umgang mit Ressourcen, anstatt Produktionskapazitäten zu erweitern. Auf die Vattenfall-"Krückentechnologie" muss verzichtet werden“, so Lecomte. Ihr Kletterpartner aus der französischen Stadt Chambéry, Damien Vidal, betont die Wichtigkeit der internationalen Vernetzung für einen Wandel in der Energiepolitik: "Klimaschutz selber machen ist eine globale Aufgabe".

Bereits im letzten Winter wurde Vattenfall kräftig die Kohlesuppe versalzt. Im Gählerpark in Hamburg Altona wurden drei Monate lang von AktivistInnen - darunter ROBIN WOOD Aktive – mehrere Bäume besetzt, die Vattenfall für den Bau seiner Fernwärmetrasse zum Kohlekraftwerk fällen wollte. Der Widerstand konnte einen Etappensieg verbuchen, die Trasse wird vorerst nicht gebaut.

Dies zeigt die Notwendigkeit von Protest von unten. Leider werden nicht die Konzerne, die unsere Lebensgrundlage aufs Spiel setzen kriminalisiert sondern diejenigen, die sich dagegen wehren. Die Umwelt-Aktivistin Franziska Wittig sitzt seit Freitag in der JVA Karlsruhe eine zweiwöchige Strafhaft ab, weil sie sich an einer Aktion gegen den Klimakiller in Hamburg-Moorburg beteiligt hat. Ihr gilt unsere Solidarität, sie freut sich über jede Fortsetzung des Protestes und ermutigende Briefe.
Dass der Widerstand sich nicht einschüchtern lässt sondern immer kreativer wird, zeigen die heutigen Proteste. Für ROBIN WOOD erstellte der Künstler "Dan" ein beeindruckendes aussagekräftiges Banner, welches auf der Galerie "Köhlbrandbrücke" noch bis zum Ende des Rennens zu bewundern ist.

Kontakt vor Ort: ROBIN WOOD Aktivistin Cécile Lecomte 0163 7342462

Kommentare:

  1. Gratulation an die Robin Wood Kletterer und das gesamt Bündnis.
    Bei der dort vorherrschenden Übermacht durch die Polizei war das Gelingen der Blockade leider nicht möglich..
    Unglaublich wie sehr der Staat dahinter steht.

    PS. sehr guter Blog ;)

    AntwortenLöschen
  2. Gute Beiträge und gute Arbeit, wenn auch leider vereitelt.

    Der aktuelle Bericht aus der MOPO:
    http://www.mopo.de/2010/20100815/hamburg/panorama/polizei_verhindert_renn_blockade.html

    Es ist zwar fragwürdig inwiefern die Zuschauer, geschweige denn die Fahrer dadurch zum Denken angeregt werden, aber schön zu sehen das es kreativen Protest gibt!

    Grüße,
    M

    AntwortenLöschen
  3. Gut, das die Aktion völlig daneben ging und die Polizei die Störung verhindert hat. Es kann nicht sein, dass wenige Verblendete die Mehrheit terrorisieren. Die Cyclassics gehören den Sportlern sonst niemanden. Bei den Teilnehmern und Zuschauern hat die Aktion kein oder ein negatives Echo gefunden.

    AntwortenLöschen
  4. Wie dumm können Menschen sein? Es ist nicht zu fassen. Das Video von der "Aktion zivilen Ungehorsams" und der Verhinderung durch die Polizei (Danke!) zeigt, wie extrem gefährlich es hätte werden können. An dieser Stelle im Weg eines Rennfeldes zu sein ist lebensgefährlich. So etwas zeugt von großer Dummheit oder faschistischer Grundhaltung (wir müssen Eure Gesundheit riskieren, weil Ihr uns keine Wahl last). Da kann man nur den Kopf schütteln und gläubig werden: Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!

    AntwortenLöschen
  5. Moin,
    für Euch und zukünftige Kommentatoren als Denkanstoß: wenn die Polizei der Ansicht gewesen wäre, es hätte zu einem einzigen Zeitpunkt eine Gefahr für die beteiligten Fahrer gegeben, dann wären die Aktivisten wohl verhaftet worden.

    Die Blockade war verantwortlich von GEGENSTROM 10 geplant und wurde aus diesem Grund auch nicht mehr durchgeführt, nachdem die Polizei die Warnkette geräumt hatte.

    AntwortenLöschen
  6. @gimli

    Bitte um kurze Erläuterung für diejenigen, die nicht so intelligent sind, wie Du.

    "Warnkette": Ist damit der Blockadeversuch an einer Stelle gemeint, die direkt hinter einer engen Kurve liegt und bei Bestehen in jedem Fall zu Stürzen vor der Kurve (auf der abschüssigen Palmaille) geführt hätte?

    "verantwortlich": Ist damit die juristische Verantwortung gemeint, die nicht zum tragen kommt, da die Polizei relevante Sachverhalte verhindert hat? Oder ist Verantwortungsgefühl gemeint, dass ich als Teilnehmer (s. "Warnkette") vehement bestreite. Diese Aktion war dumm und gefährlich aber sicher nicht "verantwortlich".

    Wie verblendet muss man sein, um sich so selbstherrlich über andere zu stellen und deren Gesundheit zu gefährden?

    Ich empfehle einmal darüber nachzudenken, dass eine Gemeinschaft von 82 Mio. irgend eine Form von Konsens braucht, um unterschiedliche Interessen und Lebenskonzepte unter einen Hut zu bringen. Vorschlag: Das Grundgesetz.

    Darin gibt es unter anderem ein Grundrecht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Dies darf Gegenstrom gerne in Anspruch nehmen. Es gibt aber auch ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Dies nehme ich stellvertretend für die Sportler in Anspruch.

    Quintessenz: Friedliche Demonstration am Rande eines Sportevents: OK, Blockaden, Vattenfall-Fahrzeuge anzünden etc. geht gar nicht!

    Deal?

    AntwortenLöschen
  7. Erläuterung zur Warnkette:
    (von einem der eigens für diese Aktion eingeteilten Warner)
    Gerade um eine Gefährdung der Radler, wie du ja auch einer bist, auszuschließen, wurde von gegenstrom 10 folgende Maßnahmen getroffen:
    Es gab zwei Warnteams von je zwei Personen, also insgesamt vier Personen vor der Gruppe, die auf die Straße gegangen ist.
    Diese beiden Warnteams waren in einer Entfernung von 100 und 500 Meter vor dem Blockadeteam postiert.
    Warnteam 1 (100Meter vor der Blockade) ist sofort bei Beginn der Blockade aktiv geworden, das Warnteam 2 (500Meter vor der Blockade) wäre umgehend aktiv geworden, hätte die Blockade einen längeren Bestand als 30 Sekunden gehabt. Da die Blockade aber sofort geräumt wurde, hat dieses Team nicht gewarnt, da es ja keine Blockade mehr gab und um die Sportler nicht zu verunsichern.
    Zur Sicherheit im Blockadeteam: es wurden keine Hilfsmittel wie Ketten, Seile o.ö. verwendet, um die Blockade durchzusetzen, es waren lediglich die Menschen im Einsatz ihrer Körper. Zur Not wären diese natürlich zur Seite gesprungen, sodaß kein Radler in die Gruppe gerast wäre.

    AntwortenLöschen
  8. @anonym
    OK, den Gedankengang habe ich verstanden.

    Er ist aber falsch! Ein Radrennen ist an dieser Stelle rund 45 KM/h schnell. Das Profipelothon an besagter Stelle rund 200m lang. Damit hätten gerade die Fahrer in der Mitte und am Ende KEINE Chance, rechtzeitig zu reagieren. Dies auch deswegen, weil die "Warner" 500 m vor der Engstelle als solche wahrscheinlich nicht erkannt werden oder nicht mit einer (von dort nicht zu erkennenden) Gefahrenstelle in Verbindung gebracht werden können. Dann kommt hinzu, dass nach annähernd fünf Stunden im Sattel und keine zehn Kilometer mehr vor dem Ziel die Aufmerksamkeit der Fahrer ausschließlich darauf gerichtet ist, die Teams richtig zu positionieren. Bei den Profis hätte Eure Überlegung (offensichtlich hat noch nie einer von Euch auf einem Rennrad gesessen) niemals funktioniert!

    Bei den Jedermännern wäre es noch fataler gewesen, denn die erste Gruppe umfasste rund 200 Fahrer, die eben Amateure sind und noch mehr auf die anderen Fahrer achten müssen. Ausserdem sind alle nach knapp vier Stunden im Sattel ermüdet. Hier wäre es sicher zu Stürzen gekommen.

    Für die Zukunft: Lasst so einen Quatsch einfach sein!

    AntwortenLöschen
  9. Beide "Warnteams" waren mit bei diesem Rennen üblichen neonfarbenen Warnwesten und Fahnen ausgestattet; sie wären also sehr wohl und sehr deutlich zu erkennen gewesen.
    Beweis: das 1. Warnteam wurde von den an der Kurve postierten Fachkräften des THW und der Polizei sofort ernst genommen und in seiner Warntätigkeit unterstützt.
    Wenn es wirklich so ist, daß bei einem Profiradrennen eine solche Warnkette nicht funktioniert, ist es doch zumindest genauso fragwürdig, wie verantwortungsbewußt es ist, ein solches Rennen überhaupt in einem dichtbesiedelten Raum voller Menschen, von denen die meisten keine Ahnung vom Radsport haben, durchzuführen. Schließlich kann die Strecke ja auch von anderen Ereignissen (außer Aktivisten) blockiert werden. Was passiert in solchen Fällen?

    AntwortenLöschen
  10. Die ehrenamtlichen Helfer und Polizisten, die zur Streckensicherung eingesetzt sind haben eine ganz andere Wahrnehmung als die Fahrer. Eben Streckensicherung. Daher ist klar, das Eure Leute auffallen. Das diese durch THW etc. "unterstützt" wurden erscheint mir aber eine echte Fehlwahrnehmung zu sein!

    Zum Veranstaltungsort: Durch die Sicherungsmaßnahmen und die vielen Zuschauer steigt die Sicherheit interessanterweise. Rennen sind in den Städten viel weniger von Störungen betroffen, als auf den Passagen über Land. Ich fahre schon viele Jahre und die wirklich kritischen Situationen sind immer auf den schlecht gesicherten Teilstrecken im ländlichen Raum vorgefallen. In der Stadt ist ein Rennen ausserdem viel interessanter für Zuschauer, die sich extremst selten als Risiko darstellen. Gerade bei den Cyclassics. Es ist halt ein großes, schönes Sportfest. Sofern es nicht gestört wird!

    AntwortenLöschen
  11. Ich vergass: Auch der Veranstalter hat großen Einfluss auf die Sicherheit eines Rennens. Die Orga von Upsolut ist wirklich klasse. Das hilft ebenfalls.

    AntwortenLöschen
  12. Hallo Radler,

    nein, kein Deal.
    An 2 Stellen VOR der Kurve waren gleichzeitig mit der Gruppe weitere EINZELNE Aktivisten auf der Strecke, ausgestattet mit roten Fahnen und Warnwesten, um rechtzeitig die heranfahrenden Fahrzeuge zu warnen und die hintere Gruppe zu schützen.

    Außerdem sind die Warner nicht direkt vor den Radfahrern auf die Strecke gegangen, sondern noch vor den vorwegfahrenden Polizei-Einheiten und Materialfahrzeugen.

    Es konnte also definitiv NICHT zu einem Zusammenprall kommen. Den hat nicht die Polizei verhindert, den haben wir verhindert.

    Das einzige, was die Polizei also verhindert hat, war diese letzte Warnkette vor der eigentlichen Aktion. Und als das eingetreten ist, haben wir die Aktion abgebrochen. Wir gefährden weder die Gesundheit der Radler noch die der Aktivisten.

    Glaubst Du wirklich, es geht/ging uns darum, planlos auf die Strecke zu springen, um das Rennen zu stoppen?

    Blödsinn. Da hätte es ganz andere Stellen an der Strecke gegeben ... aber: dann würden wir die gleichen Methoden anwenden wie Vattenfall mit seiner radikalen Klimapolitik ohne Rücksicht auf Verluste. Daher gab es keine materielle Blockade, kein Anketten, etc - wäre alles möglich gewesen an der Stelle (Metallbügel an beiden Seiten ...), und dann wäre die Polizei machtlos gewesen, bis die nächsten Fahrzeuge eingetroffen wären.

    Aber das ist nicht der Stil und nicht das Anliegen unserer Kampagne und unserer Unterstützer.

    Den Hinweis auf brennende Vattenfall-Fahrzeuge verbuche ich mal unter Polemik ...

    AntwortenLöschen
  13. Hallo,

    zu diesem Thema kann ich nur eins sagen, wer so fahrlässig mit der Gesundheit der Sportler umgeht, sollte weggesperrt werden.
    Ihr könnt gern demonstrieren und eure Meinung sagen, aber nicht so...

    2. Punkt, diese Aktion an der Köhlbrandbrücke...
    Was das soll!
    Ich bin unter den Kletter-Aktivisten hindurch gefahren und dachte mir nur, welche Idioten können so blöd sein...
    Was ist, wenn einer von euch da was fallen lässt, einen Karabiner oder so....
    Wisst ihr wie Stürze ausgehen können...

    Fazit: Ihr solltet mal darüber nachdenken wie weit ihr geht...
    Setzt euch doch auf die Schienen in einem stillgelegten Bahnhof und seit fröhlich....

    mfg

    Cyclassics Teilnehmer

    AntwortenLöschen
  14. "Ihr könnt gern demonstrieren und eure Meinung sagen, aber nicht so..."

    Ich weiß nicht, wer oder was Dir das Recht gibt, anderen Menschen vorzugeben, wie, wo und wann sie ihre Meinung sagen ...
    ... in meinen Augen rechtfertigt es Dein Geschreibe jedenfalls nicht.

    Und ja, wir wissen wie Stürze ausgehen können. Du anscheinend auch, und trotzdem bist Du mitgefahren ... genauso wie wir trotzdem uns das Recht nehmen (das braucht uns niemand geben), unseren Protest zu artikulieren.

    AntwortenLöschen
  15. Wie, wo und wann ihr eure Meinung sagt hat nichts damit zu tun, dass ihr die Sportler und euch selbst in eine sinnlose Gefahr bringt...
    Ihr habt vielleicht nicht ganz unrecht, mit dem was ihr sagt, aber mit dieser Art von Demo findet ihr sicherlich nicht die Zustimmung, die ihr haben wolltet...

    Ich gehe davon aus, dass alle 100 km Fahrer sich über ein cooles Foto mit sich und der Köhlbrandbrücke gewünscht hätten und es diese nun auch nicht gibt ( dank euch )

    Hättet ihr coole Trinkflaschen bedrucken lassen und diese an die Fahrer verteilt, wäre das sicherlich bessere Publicity gewesen...

    mfg

    Cyclassics Teilnehmer

    AntwortenLöschen
  16. @ Cyclassics Teilnehmer

    Gute Idee, die aber einen entscheidenden Haken hat. Dann hätte es ein direktes, unverfälschtes Feedback der Teilnehmer gegeben. Dann könnte sich hier jetzt niemand mehr vormachen, die Teilnahmer würden die Aktion unterstützen und mit den Ideen sympathisieren.

    Es gab ja angeblich Stoffanhänger gegen Vattenfall, mit denen die TN ihren Protest ausdrücken sollten. Damit habe ich keinen gesehen!

    Überhaupt scheinen sich 22.000 Fahrer und 800.000 Zuschauer nicht wirklich daran zu stören, dass Vattenfall die Cyclassics sponsored. Ob die das vielleicht sogar gut finden? Ich tue es!

    ein anderer Cyclassics TN

    AntwortenLöschen
  17. Ich sag es mal so, ob Vattenfall oder eon ....
    Es sind nun mal Stromversorger mit bitterem Beigeschmack, wenn Menschen etwas gegen Atom haben, sollten sie einfach den Anbieter wechseln, damit schaden sie den Konzernen wesentlich mehr...
    Aber mit Plakaten?

    Stoffanhänger?

    Habe nur das Plakat mit den Kletterern gesehen und laut Zeitung und blog eine Sitzblockade...

    Jeder wie er es will, ich bin froh, dass Vattenfall so ein Sportereignis möglich macht und fahre auch nächstes Jahr wieder mit, hoffe die Demonstranten lassen dann diesen Mist auf der Strecke...

    mfg

    Cyclassics Teilnehmer

    AntwortenLöschen
  18. "Hättet ihr coole Trinkflaschen bedrucken lassen und diese an die Fahrer verteilt, wäre das sicherlich bessere Publicity gewesen..."

    Vielleicht ist das bisher nicht so deutlich geworden, aber: UNS ist Publicity egal! Wir setzen uns gegen einen Konzern zur Wehr, der die Welt verändert - und zwar nicht zum Guten.
    Wenn Dir und allen anderen, die nur das Rennen im Kopf haben, scheißegal ist, daß jetzt aktuell in Pakistan wegen einer Flut, die bereits durch den Klimawandel hervorgerufen sein KANN, der wiederum von einem Konzern wie Vattenfall mit Gewißheit hervorgerufen werden WIRD - dann ist Euch nicht zu helfen.
    Aber wir anderen versuchen es noch. Und dazu gehört, den Verantwortlichen bei Vattenfall jede beschönigende Publicity zu nehmen, auf die sie sich zurückziehen können, indem sie die Jedermänner für sich einspannen.

    Ansonsten habe ich persönlich bei der Akkreditierung ca. 200 Anti-Vattenfall Flyer verteilt - und die Leute fanden das gut, solange die Jedermann-Rennen nicht gestoppt werden. Ca. 10 Leute wollten die Flyer nicht ... davon waren die Hälfte Vattenfall-Mitarbeiter.

    Also, Ihr Kollegen fahrt nächstes Jahr wieder mit, und wir sitzen wieder auf der Straße. So kann jeder das tun, was ihm wirklich am Herzen liegt.

    AntwortenLöschen
  19. Wenn ihr nicht so gefährlich handeln würdet könnte man drüber lachen. Euer einziger Erfolg war, dass ihr über 10.000 Hobbysportlern das Köhlbrandbrückenfoto zunichte gemacht habt.

    und ihr habt euch mit Franzosen eingelassen, das ist noch viel schlimmer!

    noch ein Cyclassics Teilnehmer

    AntwortenLöschen
  20. Wir wüßten wirklich nicht, was man gegen Franzosen haben sollte, sind die denn alle gleich schlimm und böse? Oder alte Feinde aus dem 2. WK?
    Die Franzosen exportieren eben nicht nur den billigen Atomstrom sondern den dazugehörigen Protest gleich mit, so ist das nun mal: Energie erzeigt Gegenenergie!
    Außerdem hat das Banner an der Brücke ein Künstler gemalt, da kann man auch von einer Aufwertung des schönen Erinnerungsfotos sprechen, zumal es die Einmaligkeit der Cyclassics 2010 eben mit "sichtbarem Zeichen gegen Vattenfall" für immer in Erinnerung bleiben läßt. Das nächste Mal wird es sicher wieder eine Aufhübschung geben;-)

    AntwortenLöschen
  21. "Wenn ihr nicht so gefährlich handeln würdet könnte man drüber lachen. "

    Wenn Vattenfall nicht so gefährlich handeln würde, könnte ich auch an der Strecke stehen und jubeln (oder mitfahren) ...

    AntwortenLöschen
  22. Echt Schade mit den Fotos!

    Hat hier gerade jemand was mit Pakistan gepostet?
    Ich werd verrückt...

    Für all die Idioten, die sich auf die Strecke setzen wollen, glaubt ihr den Klimawandel kann man so stoppen?

    Was habt ihr in den letzten 3 Wochen für Pakistan getan?
    Was macht ihr mit Spendengeldern?
    Kletterausrüstung kaufen ( die wirklich nicht billig ist ), vielleicht solltet ihr das Geld nehmen und Decken und Zelte kaufen und was sinnvolles tun...
    Ich könnt mich aufregen über euch, labern nur, alle sind Umweltsünder und Verbrecher...
    Wisst ihr was, setzt euch doch auf die Rennstrecke, ich hoffe ich bin als erstes bei euch...
    Dann steck ich euch euren Banner sonst wohin...

    mfg

    AntwortenLöschen
  23. Wir danken auch für diesen sinnvollen Kommentar ;-)

    Zitat: "Ich werd verrückt ..."

    Kann es sein, daß die Zukunft bei Dir schon eingesetzt hat?

    AntwortenLöschen
  24. Zum Thema Publicity,

    Vielleicht ist das bisher nicht so deutlich geworden, aber: UNS ist Publicity egal!

    Wieso dann ein Plakat von einem Künstler hoch oben an der Köhlbrandbrücke?

    Wieso die Aktion während eines Sportevents, welches im TV übertagen wird...

    Wieso das Risiko den Teilnehmern gegenüber...

    Was seid ihr eigentlich für Leute?
    Was macht ihr beruflich?
    Französin ist Studentin das hab ich schon gehört...

    Cyclassics TN

    AntwortenLöschen
  25. Ach weißt Du, wenn Vattenfall schon so viel Geld in die Hand nimmt, damit die Stadt/Behörde und (zumeist unfreiwillig oder unwissend) die Radfahrer für Vattenfall eine Bühne bauen - dann darf Vattenfall jetzt und in Zukunft damit rechnen, daß auch andere auf diese Bühne springen und etwas zum "Event" beisteuern (unter uns: die kennen das auch schon von Preisverleihungen ...)

    Und irgendwie scheinen hier alle (außer den Kletterern) Experten in Sachen Risiko bei Riesenbannerkletteraktionen zu sein.

    Und zu meinem Beruf: Unternehmer mit Angestellten

    Wer ich bin: jemand wie Du und ich ... ok, war ein Scherz :-)

    ich bin ich und Du bist Du ... äh, ja, und wer bist Du?

    AntwortenLöschen
  26. Was ist mit dem Thema Publicity...

    Kann es sein, dass eure Aussagen hier im blog etwas widersprüchlich sind...

    Und warum auf eine Bühne springen, da sehen euch ja alle, wenn das keine Publicity ist!

    Wenn ihr so tolle Ideen habt, warum gründet ihr kein Ingenieursverband und entwickelt und verbessert die Stromgewinnung und überzeugt durch Wissenschaft die Menschen, dass wir kein Vattenfall benötigen...

    Macht was Sinnvolles!

    AntwortenLöschen
  27. Achso, mein Beruf...
    Elektroingenieur ohne Angestellte...

    AntwortenLöschen
  28. Du bist ja ganz schön Publicity versessen ...

    ich erkläre es Dir anders:
    Vattenfall hat uns eingeladen, wir sind gekommen + Geschenk. Wenn die anderen Gäste dann auch hingucken, ist das schön, aber kein Zwang ...

    Zu den tollen Ideen:
    guckst Du hier, vorletzter Kommentar von mir:
    http://stop-greenwashing.blogspot.com/2010/08/denkpause-verhindert-denkansto-gelungen.html

    Jetzt wissen wir aber immer noch nicht, wer Du bist ...

    AntwortenLöschen
  29. Elektroingenieur ... und was sagt uns das?
    Und was sagt Dir mein Beruf?
    Und was sagt Dir, daß Cecile studiert?

    apropos Ingenieursverband ... ich kenne da den VDI ... und wenn ich da mal bei den Networkingveranstaltungen bin und mit den Leuten rede ... da geht es um regenerative Energien, niemals um Steinkohlekraftwerke und so gut wie nie um AKWs ... seltsam? Nein, die wissen aber, was die Zukunft ist und was ein totes Pferd ... leider gehören die (meisten) Ingenieure aber nicht zu den Leuten, die auf die Straße gehen ... wie so viele aus diesem Land, die es besser wissen, bei den Treffen schimpfen, aber dann die Schnauze halten, warum auch immer ...

    AntwortenLöschen
  30. Zitat:
    Aber Moment, jetzt wird mir klar, was hier wirklich läuft! Die ganze Aktion hier ist in Wirklichkeit eine Vattenfall-Kampagne! Da taucht Kritik an einem Unternehmen auf und dieses beauftragt eine Agentur (hattest Du nicht an anderer Stelle geschrieben, Du wärst mit einer Agentur selbständig?), eine Kampagne zu fahren, die so dämlich ist, das sich der Rest der Welt sofort mit dem Auftraggeber solidarisiert.

    Und dann lassen sich die Naivlinge von attach, Robin Hopp und so weiter auch noch willig vor meinen Karren spannen. Genial!

    Na klar, das ist hier passiert und hat einwandfrei geklappt. Und ich Trottel wäre da beinahe drauf reingefallen. Aber nicht mit mir. Ich verkrümel mich und mach mein eigen Ding. ;-)

    Tschüssikowski Ihr Vattenfaller!

    Habe natürlich auch deinen Kommentar gelesen!

    Den folgenden Beitrag find ich aber besser, deshalb deine Widersprüche und euer sinnloses Verhalten...
    Sollte es sich wirklich um Vattenfall handeln, hut ab!
    Wenn nicht, ist Vattenfall so schlau und biegt es mit guten Beiträgen einfach so hin.
    Auch dann Hut ab!

    Soweit so gut...

    Zitat:
    Wisst ihr was, setzt euch doch auf die Rennstrecke, ich hoffe ich bin als erstes bei euch...
    Dann steck ich euch euren Banner sonst wohin...

    Würde mich dann anschließen...

    Achso, sag mal Gimli, ist das dein Unternehmen, hier den ganzen Tag online surfen, oder hast du dafür deine Angestellten...

    AntwortenLöschen
  31. "Achso, sag mal Gimli, ist das dein Unternehmen, hier den ganzen Tag online surfen, oder hast du dafür deine Angestellten... "

    Da das der einzige Satz Deines ganzen Kommentars ist, den ich verstanden habe, versuche ich wenigstens diesen zu beantworten: nein, meine Kommentare schreibe ich selbst ... nebenbei ... weil es bisher leider nur einen einzigen Beitrag von einem Kritiker unseres Protestes gab, über den nachzudenken es sich lohnte ...

    AntwortenLöschen
  32. So wie ich das sehe, macht es keinen Sinn...
    Du hast deine Meinung und wir die Unsere ( Cyclassics TN ).
    Ich denke ich spreche für Alle, wenn ich sage, dass eure Aktion auf der Rennstrecke nicht gut war.
    Hoffe, dass es nächstes Jahr wieder Fotos von den Sportlern gibt und nicht vom Plakat...

    Also dann, dir noch viel Erfolg bei den guten Taten...

    mfg

    Cyclassics Teilnehmer

    AntwortenLöschen
  33. Nachtrag

    Eigentlich habe ich mich aus der Diskussion hier geistig verabschiedet aber eine Sache muss ich noch los werden. gimli ist aus meiner Sicht ein Rechthaber, der das krampfhaft das letzte Wort haben muss aber trotzdem muss ich ihm heute Anerkennung zollen. Alle meine Kommentare und die der anderen scheinen hier gepostet und kommentiert worden zu sein.

    Bei Robin Wood, die für die Klettereskapaden verantwortlich sind, habe ich ebenfalls versucht meinen Unmut zum Ausdruck zu bringen. Alle Kommentare (trotz Einhaltung der üblichen Netiquette!) wurden NICHT aus die Seite gestellt. Nur Kommentare pro RW sind sichtbar. Derartiger Faschismus (oder Sozialismus) ist hier bei SG nicht zu beobachten. Daher:
    @gimli, auch wenn ich absolut gegen Eure Aktionen bin und Eure Haltung in keiner Weise teile, respektiere ich die Offenheit andere Meinungen zu respektieren. Chapeau und auf eine gute Zukunft für uns alle!
    @Robin Wood: Ihr seid jämmerliche Würmer!

    AntwortenLöschen
  34. Moin,

    da Du mich in Deinem letzten Beitrag persönlich ansprichst, muß/möchte ich tatsächlich das letzte Wort haben ;-)
    Selbstverständlich bin ich ein Rechthaber ... denn wenn ich nicht davon überzeugt wäre, Recht in meiner Einstellung zum Klimaschutz zu haben, würde ich nicht so handeln, wie ich es tue.
    Aber wie Du richtig schreibst bin ich persönlich offen für die Meinung und Argumente anderer und entsprechend geben wir Dir wie auch anderen Kommentaren hier den Raum ... und wenn es sachlich ist, dann diskutieren wir auch gerne auf dieser Ebene (siehe die kurze Diskussion im anderen Beitrag).

    AntwortenLöschen