Freitag, 13. Juli 2012

CCS: Scholz hört nicht die Signale

Unser erster und einziger BM Scholz ist ein glühender Verfechter von Vattenfall ... und damit auch der CCS-Technologie (sprich: CO2 Abscheidung und Verpressung), einem der grünsten Deckmäntelchen, die Vattenfall versucht um sich zu binden. Außer dem SPD Senat haben jedoch schon viele Menschen (selbst Politiker) in diesem Lande entdeckt, was für ein Rohrkrepierer CCS ist. Deshalb weht Vattenfall sein CCS-Mäntelchen mächtig um die Ohren. Hamburg gehörte aber natürlich zu den Ländern, die Ende Juni im Bundestag für Vattenfall für die Erprobung von CCS stimmten.
Jetzt hat ein Hamburger Energieexperte eine neue Studie dazu veröffentlicht. Leider unwahrscheinlich, daß sie von Kohlaf Scholz zur Kenntnis genommen wird.

Der nachfolgende Artikel stammt aus dem Rundbrief der
GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus

www.lausitzer-braunkohle.de/
 
Weltweite Analyse zeigt: CCS bei Kohlekraftwerken hat keine ZukunftHamburg/Beeskow, 12.07.2012. Der Hamburger Energieexperte Jeffrey H. Michel hat über Monate weltweite Veröffentlichungen zur CO2-Abscheidung an Kohlekraftwerken analysiert und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis: CCS wird entweder nicht zur Anwendung kommen oder den Klimawandel sogar verschärfen.
Michel konstatiert eine globale Tendenz dahin, dass die CCS-Projekte statt dem Klimaschutz vor allem einer gesteigerten Öl- und Gasförderung dienen sollen. „Die zusätzlich gewonnenen Brennstoffe emittieren jedoch bei der anschließenden Verbrennung mehr CO2, als durch gespeichertes Kohlendioxid vermieden wird. Diese CCS-Anwendung läuft deshalb dem globalen Klimaschutz zuwider.“ heißt es in der Studie „CO2-reduzierte Stromerzeugung in Kohlekraftwerken“, die heute in deutscher Übersetzung im Internet veröffentlicht wird.
Der Energieexperte stellt darin eine Reihe von Problemen der CCS-Technologie dar, die bisher nahezu kein öffentliches Interesse gefunden haben, darunter der stark erhöhte Verbrauch von Wasser im Kraftwerksprozess. „Begrenzte Wasserressourcen stehen häufig der zusätzlichen Kühlleistung entgegen, die zur CO2-Abscheidung und - Verdichtung vor der Einleitung in unterirdische Lagerstätten aufgebracht werden muss.“ heißt es in dem Papier.
Entgegen der gängigen Vorstellung noch lange verfügbarer Kohlevorräte kommt Michel auch zu dem Schluss, dass weltweit schwindende Kohlereserven die Anwendung von CCS prinzipiell einschränken: „CCS würde deren Verbrauch zusätzlich intensivieren und damit möglicherweise neu errichteten Kraftwerken eine ausreichende Brennstoffversorgung bereits vor Ende ihrer normalen Lebensdauer in Frage stellen.“ schreibt der Hamburger Experte.
Die deutschsprachige Fassung der Studie ist auf der Internetseite heuersdorf.de als pdf-Datei verlinkt:
www.heuersdorf.de/CCS-Studie1.html
Eine englischsprachige Fassung ist verlinkt unter:
www.heuersdorf.de/CCS-Study1.html

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