Im Handelsblatt "droht" RWE-Chef Terium mit dem Abschalten von Atomkraftwerken. Worin da die Drohung liegt, erklärt er nicht. Aber er bemüht in seinem Statement auch die Fußballsprache und spricht von seinen AKWs als "starke Ersatzbank".
Da nehmen wir doch gerne den Ball auf und erklären Hr. Terium: AKWs als eine starke Ersatzbank für den Ausbau der Erneuerbaren zu bezeichnen ist so als wenn der Trainer der Fußballmanschaft des FC Bayern die Spieler aus der Basketballmanschaft des gleichen Vereins als Ersatz auf die Bank setzt.
Eigentor, Herr Terium.
Donnerstag, 23. Januar 2014
Donnerstag, 16. Januar 2014
Vattenfall sehr zufrieden mit dem Netze-Deal in Hamburg
PM der Vattenfall SE, Stockholm:
Heute dürfen wir Ihnen das überaus
erfreuliche Ergebnis der Verhandlungen zwischen uns und dem Hamburger
Bürgermeister Olaf Scholz mitteilen. Wir haben äußerst hart
verhandelt, können aber zufrieden feststellen, daß wir alle unsere
Wünsche auch umsetzen konnten:
- Es ist uns gelungen, die überaus schlechte Verhandlungsposition nach dem verlorenen Hamburger Volksentscheid insbesondere beim Hamburger Fernwärmenetz in einen Vorteil umzumünzen, indem wir die Verhandlung über die Fernwärme mit dem Stromnetz verknüpft haben, bei dem Olaf Scholz unter erheblichen Zeitdruck stand. Schön!
- Es ist uns auch beim Stromnetz gelungen, Olaf Scholz dazu zu bringen, über den eigentlichen Wert des Stromnetzes hinaus zusätzlich einen Kredit von ca. 230 Millionen an Hamburg abzutreten. Dadurch haben wir einen fast 20% Aufschlag auf den realen Wert realisieren können. Aber das käme nur an die Öffentlichkeit, wenn Scholz die Bewerbung um die Konzession verlöre und ein neues transparentes Bewertungsverfahren mit dem neuen Konzesionär stattfände. In dem Fall bliebe die Stadt Hamburg auf einem satten Minus sitzen, was dann wiederum uns in einem schlechten Licht dastehen ließe. Aber das ist uns a) egal, und b) dieser Fall ist äußerst unwahrscheinlich, da die Stadt HH die Konzession erhalten wird und somit eine neue Bewertung entfällt. Schön!
- Bei der Fernwärme ist es uns ebenfalls gelungen, eine neutrale öffentliche Wertermittlung zu vermeiden, was unsere Verhandlungsposition sehr geschwächt hätte. Da auch Olaf Scholz (aus nachvollziehbaren Gründen ….) keinen Wert auf eine neue transparente, neutrale Wertermittlung legte, konnten wir uns schnell einigen: es wurden Mindestpreise vereinbart, die auf jeden Fall zu zahlen sind. Sollte es daher zu dem Fall kommen, daß möglicherweise eine künftige andere Hamburger Regierungskonstellation doch noch ein Interesse an einer Wertermittlung hätte … kann uns das wieder egal sein, denn Mindestpreis ist Mindestpreis … und dieser Mindestpreis ist aus Sicht unserer Aktionäre herrlich hoch. Besonders vor dem Hintergrund, daß wir von der Stadt ja schon 130 Millionen für das GUD Wedel erhalten haben, das wir jetzt nicht mehr bauen müssen. Schön!
- GuD Wedel: wie gesagt gibt es die erfreuliche Nachricht, daß wir diese blödsinnige Idee von Olaf Scholz nicht mehr finanzieren müssen. Stattdessen dürfen wir die 130 Millionen aber trotzdem behalten, die uns HH dafür ja schon bezahlt hatte. Schön!
- Außerdem dürfen wir Ihnen mitteilen, daß es uns gelungen ist, die Gültigkeit dieses häßlichen Konzessionsvertrages von 1994, der uns ab 1.1.2015 aller Gewinne aus der Fernwärme beraubt hätte, auf den 1.1.2019 nach hinten zu legen. D.h. Wir können Ihnen unerwartet (an dieser Stelle danken wir Herrn Scholz für sein sehr spendables Entgegenkommen) für 4 Jahre länger als erwartet die exorbitat hohen Gewinne aus der Fernwärme ausschütten. Nebenbei ist es uns gelungen, der Stadt HH weiterhin bis zum 1.1.2019 auch bei der Fernwärme nur die früher vereinbarte Garantiedividende zuzugestehen. Obwohl defacto die HamburgerInnen ab sofort schon das volle Risiko tragen und auch jetzt schon zu 25% beteiligt ist.
Selbstverständlich haben wir noch
weitere Vorteile für Sie, unsere Vattenfall-Aktionäre, in den
Vereinbarungen herausgeholt. Dazu an anderer Stelle mehr. Dies soll
nur ein erster Eindruck sein.
Wir möchten nochmals darauf hinweisen,
wie hoch für uns als Vattenfall der Erfolg der Verhandlungen
ausfällt:
- wir sind mit einer denkbar schlechten Ausgangssituation gestartet, schließlich hatte sich die Mehrheit der HamburgerInnen trotzt unserer Werbe-Millionen und trotz der uneingeschränkten Solidarität des Hamburger Bürgermeisters und der SPD Fraktion GEGEN uns ausgesprochen
- wie bekannt ist, haben wir eh keinen Bock mehr auf Deutschland und die ganzen Diskussionen dort von wegen Energiewende und so. Leider ist diese Haltung auch der Öffentlichkeit bekannt, was wir zwar als transparent ansehen, allgemein aber zu keiner guten Verhandlungsposition führt
- unter diesen Voraussetzungen wäre es für unser eh schon schlechtes Image nicht gut gewesen, wenn die Öffentlichkeit gemerkt hätte, wie sehr wir Scholz bei den 25% über den Tisch gezogen hatten
Entsprechend erfreulich ist das
Verhandlungsergebnis für Sie, unsere Vattenfall-Aktionäre.
Sonntag, 12. Januar 2014
Macht Scholz den Mappus 2.0 ?
Warnung vor überteuertem
Fernwärme-Deal
Angesichts der sehr kurzen
Verhandlungszeit, die sich der Senat bei der Fernwärme auferlegt
hat, warnen wir nochmals eindrücklich vor einem überteuerten
Kaufpreis für das von Vattenfall betriebene Fernwärmesystem.
Nachdem auch auf der letztenAusschusssitzung in dieser Woche niemand der Senatsvertreter auch nur ansatzweise
etwas über die künftige Fernwärme-Strategie sagen konnte, ist zum
jetzigen Zeitpunkt eine realistische Wertermittlung jedoch nicht
möglich.
Vor diesem Hintergrund darf sich Olaf
Scholz nicht auf Kosten der Hamburger der Erpressung von Vattenfall
nachgeben, daß Stromnetz und das Fernwärmesystem bis Ende Januar
zusammen kaufen zu müssen.
Aus Sicht von Vattenfall ist diese
Erpressung natürlich nachvollziehbar: es ist für Vattenfall die
letzte Gelegenheit, vor dem Rückzug aus der Stadt nochmals richtig Kasse zu
machen. Dazu möchte Vattenfall eine seriöse und zukunftsorientierte
Wertermittlung des Fernwärmesystems verhindern, indem Vattenfall
Scholz zu einem vorschnellen Kauf verleiten möchte. Und natürlich ist für Scholz die Versuchung groß, dem nachzugeben. So kann er das für ihn unangenehme Thema schnell erledigen. Denn nichts ist für Olaf Scholz ja schlimmer als das herauskommt, daß er für seine 25,1% viel zu viel bezahlt hat. Wie unabhängige Experten seit dem Scholz/Vattenfall deal vermuten.Und wie es sein Parteifreund Mappus in BW mit den ENBW Aktien auch schon mal vorgemacht hat.
Dies ist jedoch nicht im Sinne des
Volksentscheids. Vielmehr hat der Volksentscheid dem Senat und der
Bürgerschaft als Organe des Volkes alle Instrumente in die Hand
gegeben, eine realistische Bewertung des Fernwärmesystems
vorzunehmen.
Dazu gehört jedoch als erster Schritt
die Entwicklung einer Energiepolitik auf Basis der Rekommunalisierung
der Fernwärme unter der Prämisse „einer sozial gerechten,
klimaverträglichen und demokratisch kontrollierten Energieversorgung
aus erneuerbaren Energien“ (so der 2. Satz des Abstimmungstextes).
Anhand dieser Energiepolitik kann dann
der Wert ermittelt werden, den das Fernwärmesystem tatsächlich
heute noch besitzt. Das es dabei nicht um Peanuts geht, zeigen die
Aussagen von Energieexperten mit Schwankungen von bis zu 1 Milliarde
Euro für die 100% Übernahme des Systems.
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Montag, 14. Oktober 2013
"Lebbe geht weider" auch ohne Vattenfall ...
Stell Dir vor, Vattenfall ist weg und trotzdem gibt es weiter Literatur in Hamburg!
Was Frau Kisseler noch schwer fällt, machen die Künstler bereits vor: Das Literaturfestival „Lesen ohne Atomstrom - Die Erneuerbaren
Lesetage“ findet 2014 bereits zum vierten Mal statt - vom 22. bis 27.
April. Hier mehr Infos.
Samstag, 12. Oktober 2013
Von Vattenfall, Rosinen, Netzen und der Kirche
Mal wieder ein (alp)traumhafter Artikel von Daniela Stürmlinger, dem zuverlässigen Sturmgeschütz "pro Vattenfall" bei Springer.
mal ein paar Zitate:
Schön, hat es nach dem Volksentscheid Frau Stürmlinger auch erkannt, daß die Netze so schlecht und unbedeutend nicht sind.
Pieter, altes Haus ... hast Dich echt gut gehalten, die Jahre sieht man Dir gar nicht an... oder machst Du Dich etwa älter als Du bist? Werde Dich jedenfalls beim nächsten Treffen nach Deinem Geheimrezept für frisches Aussehen fragen, erinnere mich bitte dran.
Mensch, Pieter, da sind wir ja mal einer Meinung: ich finde auch, "die Kirche" sollte sich noch mehr einbringen! Ich werde dann auch mal Frau Fehrs fragen, ob Sie uns beide da unterstützt. Bisher war die Diskussion von Deiner Seite aus moralisch eher fragwürdig. Aber versöhnen und verzeihen zeichnet unseren Glauben ja aus, nicht wahr? Ich wüßte übrigens auch schon jemanden, der "die Kirche" angemessen vertreten würde ... mit Gottes Hilfe.Also, auf bald, lieber Glaubensbruder ...
Mit dem Strom- und Wärmenetz würden die Rosinen aus dem Unternehmen herausgepickt, so Kruppa. Eigentlich sind die Netze strategisch zwar der wichtigste Teil eines Stromkonzerns.
Schön, hat es nach dem Volksentscheid Frau Stürmlinger auch erkannt, daß die Netze so schlecht und unbedeutend nicht sind.
sagt Wasmuth. Er fordert, dass die Konzessionsvergabe transparent und diskriminierungsfrei verläuft. "Dann haben wir beste Chancen, die Konzession zu bekommen. Wir wollen gern so weitermachen, weil wir in den letzten 119 Jahren bewiesen haben, dass wir es können."
Pieter, altes Haus ... hast Dich echt gut gehalten, die Jahre sieht man Dir gar nicht an... oder machst Du Dich etwa älter als Du bist? Werde Dich jedenfalls beim nächsten Treffen nach Deinem Geheimrezept für frisches Aussehen fragen, erinnere mich bitte dran.
Als Hamburger Bürger hadert Wasmuth mit der Kirche.Lieber Pieter, kann es sein, daß Du eher als oberster Hamburger Vattenfall-Lobbyist mit "der Kirche" haderst?
"In dem Ausschuss, der jetzt die Modalitäten des Verkaufs regeln soll, sind zwar Manfred Braasch und Günter Hörmann von der Netze-Initiative vertreten, die Kirche, die die Initiative unterstützt und mitfinanziert hat, aber nicht. Ich finde, dass es sich die Kirche jetzt nicht so einfach machen kann. Ich habe Bischöfin Fehrs schon gefragt, welche Position sie angesichts der Schulden, die die Stadt für die Übernahme der Netze machen muss und die Risiken, die entstehen können, einnimmt.
Mensch, Pieter, da sind wir ja mal einer Meinung: ich finde auch, "die Kirche" sollte sich noch mehr einbringen! Ich werde dann auch mal Frau Fehrs fragen, ob Sie uns beide da unterstützt. Bisher war die Diskussion von Deiner Seite aus moralisch eher fragwürdig. Aber versöhnen und verzeihen zeichnet unseren Glauben ja aus, nicht wahr? Ich wüßte übrigens auch schon jemanden, der "die Kirche" angemessen vertreten würde ... mit Gottes Hilfe.Also, auf bald, lieber Glaubensbruder ...
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Auf gute Nachbarschaft oder wie man Vattenfall Texte richtig übersetzt
Heute bekamen wir einen Hinweis auf diesen Beitrag von Vattenfall zum neuen geplanten Vattenfall Heizkraftwerk in Wedel mit der Frage, wie man denn als Anwohner diesen Text zu verstehen habe. Wegen des Volksentscheids und so, der da ja gar nicht erwähnt wird. Und auch wegen der ganzen Genehmigungsauflagen und der Widersprüche und dem Bürgerbegehren und und und ...
Und da vielleicht noch andere Menschen sich fragen, was ihnen Vattenfall mit der oben genannten Webseite sagen möchte, haben wir den Beitrag vom 09.10. von "Dichtung" in "Wahrheit" übersetzt:
Auf gute Nachbarschaft -
Falschinformationen streuen ist eines unserer Ziele mit dieser Internetseite. Das gilt für alle Besucher dieser Seite, wo auch immer sie herkommen.
Für die Bürgerinnen und Bürger von Wedel möchten wir noch ein klein wenig mehr bieten. Denn gegenüber unseren Nachbarn sind wir von Vattenfall gerne noch etwas verschlossener, indirekter. Ihre Meinungen, Ihre Sorgen, Ihre Fragen gehen uns am Allerwertesten vorbei. Deshalb möchten wir Sie hier auch gar nicht erst mit Wahrheiten oder Fakten informieren.
Denn wollen Sie wirklich wissen, wie es aussehen würde, wenn wir Ihnen mal die Wahrheit sagen?
Wirklich? Sie wollen? Ok, Sie haben es so gewollt.
Hier kommt sie also, die wahre Nachbarschaftsmeldung vom 9.10.2013
Vattenfall hat eine erste Genehmigung zum Bau des Innovationskraftwerks in Wedel erhalten, die mit einigen Auflagen (Rückbau KoKW, Genehmigung Gasleitung, etc) verbunden ist, die uns gar nicht gefallen. Aber, hey. Egal. Wir bei Vattenfall reden nicht gerne darüber, daß wir das ziemlich kleine Steinkohlekraftwerk Wedel aus den 60er Jahren durch das ziemlich große Gaskraftwerk plus das sehr große KoKW in Moorburg ersetzen. Denn es soll möglichst keiner merken, daß wir von Vattenfall in Zeiten der Energiewende in Zukunft rund um Hamburg noch viel viel mehr fossilen Strom und fossile Fernwärme erzeugen wollen als jetzt bereits. Um es offen zu sagen: Energiewende und Klimaschutz sind uns nämlich egal. Übrigens: Das neue Gakraftwerk ist nur unwesentlich kleiner und wird wegen der Lüfter die meiste Zeit des Jahres lauter arbeiten als das bestehende Heizkraftwerk. Die bebaute Fläche wird sogar deutlich größer sein. Die maximale Wärmeleistung des Innovationskraftwerks wird bei 400 Megawatt, die maximale elektrische Leistung bei 300 Megawatt liegen und damit sogar noch über der des jetzigen KoKW liegen. Downsizing? Nicht mit Vattenfall. Wo andere Fahrrad fahren, setzen wir Busse ein. Think big! Bestandteil des Kraftwerks ist auch ein Speichersystem, das ein völlig alter Hut ist: man hält einen Heizstab in kaltes Wasser und macht es warm. Das können Sie zuhause mit Ihrem Wasserkocher schon lange, und auch wir bald in Wedel. Echt innovativ. Kostet zwar eine Menge Strom, so ein Heizstab, aber das ist doch für uns kein Problem: Zum Erhitzen können wir den ganzen Stromüberschuss aus dem KoKW Moorburg nehmen, mit dem wir eh nicht wissen, wohin damit. Und wissen Sie was? Während wir in Moorburg Unmengen CO2 produzieren und mit diesem dreckigen Strom dann in Wedel das Wasser erhitzen, verkaufen wir den Politikern das als "innovativ und klimaschonend". Irre, oder? Ok, unter uns: das bringt die Energiewende nicht voran, aber den Klimawandel! Hauptsache, es geht voran! Und bringt uns bei Vattenfall noch `nen paar Euros. Ach ja: Die gasbetriebene Anlage wird wie üblich auch diese olle KoKW Kraft-Wärme-Kopplung nutzen und einen Gesamtwirkungsgrad von rund 90 Prozent erreichen. Also, hochgerechnet und nur theoretisch natürlich, bei optimalen Bedingungen und im oberen Volllastbereich. Wegen dieses blöden Windstroms aus SH werden wir diesen Lastbereich in der Praxis dann zwar nicht erreichen, aber dafür können wir doch nichts! Wir können halt nur GROSS! Die CO2-Emissionen werden um mindestens 40 Prozent reduziert ... ähem, naja, also natürlich auch nur in der Theorie und im Vergleich zu einem KoKW in vergleichbarer Größe und wenn man die ganzen CO2 Emissionen ignoriert, die bei der Förderung und beim Transport der benötigten Gasmengen aus Rußland bisher hierher anfallen. Kleine dezentrale BHKW kombiniert mit Anlagen unter Nutzung regenerativer Ressourcen würden dagegen auch in der Wirklichkeit CO2 einsparen, aber wie heißt es so schön: ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muß. Haha. Ach ja, noch etwas: Nach aktuellen Planungen hängen wir schon vor dem ersten Spatenstich bereits 1 Jahr hinter unserem Zeitplan hinterher. Denn anderes als bisher kommuniziert wird das Innovationskraftwerk nicht 2016/17, sondern erst zur Heizperiode 2017/2018 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Also ... natürlich auch nur, wenn man uns läßt und diesen für uns echt blöd gelaufenen Volksentscheid und auch das lästige Bürgerbegehren in Wedel ignoriert.
Dazu Hauke Wagner, Vattenfall Manager für das fossile Energiekonzept Hamburg:
“Vattenfall treibt die Planungen für das zusätzliche fossile Großkraftwerk weiter voran Der für uns verlorene Volksentscheid in Hamburg interessiert mich nicht. Denn wir bei Vattenfall wußten und wissen es eh besser als das dumme Volk. Dieses undankbare Gesocks kann glücklich sein, daß wir überhaupt noch Fernwärme nach Hamburg liefern! Gegen eine saftige Preiserhöhung natürlich, denn unserem Herzen liegt unsere Bilanz immer noch am nächsten. In dem Sinne sage ich: auf gute Nachbarschaft!"
Und da vielleicht noch andere Menschen sich fragen, was ihnen Vattenfall mit der oben genannten Webseite sagen möchte, haben wir den Beitrag vom 09.10. von "Dichtung" in "Wahrheit" übersetzt:
Auf gute Nachbarschaft -
zurückhaltend im Informieren und irreführend im Dialog
Falschinformationen streuen ist eines unserer Ziele mit dieser Internetseite. Das gilt für alle Besucher dieser Seite, wo auch immer sie herkommen.
Für die Bürgerinnen und Bürger von Wedel möchten wir noch ein klein wenig mehr bieten. Denn gegenüber unseren Nachbarn sind wir von Vattenfall gerne noch etwas verschlossener, indirekter. Ihre Meinungen, Ihre Sorgen, Ihre Fragen gehen uns am Allerwertesten vorbei. Deshalb möchten wir Sie hier auch gar nicht erst mit Wahrheiten oder Fakten informieren.
Denn wollen Sie wirklich wissen, wie es aussehen würde, wenn wir Ihnen mal die Wahrheit sagen?
Wirklich? Sie wollen? Ok, Sie haben es so gewollt.
Hier kommt sie also, die wahre Nachbarschaftsmeldung vom 9.10.2013
Vattenfall hat eine erste Genehmigung zum Bau des Innovationskraftwerks in Wedel erhalten, die mit einigen Auflagen (Rückbau KoKW, Genehmigung Gasleitung, etc) verbunden ist, die uns gar nicht gefallen. Aber, hey. Egal. Wir bei Vattenfall reden nicht gerne darüber, daß wir das ziemlich kleine Steinkohlekraftwerk Wedel aus den 60er Jahren durch das ziemlich große Gaskraftwerk plus das sehr große KoKW in Moorburg ersetzen. Denn es soll möglichst keiner merken, daß wir von Vattenfall in Zeiten der Energiewende in Zukunft rund um Hamburg noch viel viel mehr fossilen Strom und fossile Fernwärme erzeugen wollen als jetzt bereits. Um es offen zu sagen: Energiewende und Klimaschutz sind uns nämlich egal. Übrigens: Das neue Gakraftwerk ist nur unwesentlich kleiner und wird wegen der Lüfter die meiste Zeit des Jahres lauter arbeiten als das bestehende Heizkraftwerk. Die bebaute Fläche wird sogar deutlich größer sein. Die maximale Wärmeleistung des Innovationskraftwerks wird bei 400 Megawatt, die maximale elektrische Leistung bei 300 Megawatt liegen und damit sogar noch über der des jetzigen KoKW liegen. Downsizing? Nicht mit Vattenfall. Wo andere Fahrrad fahren, setzen wir Busse ein. Think big! Bestandteil des Kraftwerks ist auch ein Speichersystem, das ein völlig alter Hut ist: man hält einen Heizstab in kaltes Wasser und macht es warm. Das können Sie zuhause mit Ihrem Wasserkocher schon lange, und auch wir bald in Wedel. Echt innovativ. Kostet zwar eine Menge Strom, so ein Heizstab, aber das ist doch für uns kein Problem: Zum Erhitzen können wir den ganzen Stromüberschuss aus dem KoKW Moorburg nehmen, mit dem wir eh nicht wissen, wohin damit. Und wissen Sie was? Während wir in Moorburg Unmengen CO2 produzieren und mit diesem dreckigen Strom dann in Wedel das Wasser erhitzen, verkaufen wir den Politikern das als "innovativ und klimaschonend". Irre, oder? Ok, unter uns: das bringt die Energiewende nicht voran, aber den Klimawandel! Hauptsache, es geht voran! Und bringt uns bei Vattenfall noch `nen paar Euros. Ach ja: Die gasbetriebene Anlage wird wie üblich auch diese olle KoKW Kraft-Wärme-Kopplung nutzen und einen Gesamtwirkungsgrad von rund 90 Prozent erreichen. Also, hochgerechnet und nur theoretisch natürlich, bei optimalen Bedingungen und im oberen Volllastbereich. Wegen dieses blöden Windstroms aus SH werden wir diesen Lastbereich in der Praxis dann zwar nicht erreichen, aber dafür können wir doch nichts! Wir können halt nur GROSS! Die CO2-Emissionen werden um mindestens 40 Prozent reduziert ... ähem, naja, also natürlich auch nur in der Theorie und im Vergleich zu einem KoKW in vergleichbarer Größe und wenn man die ganzen CO2 Emissionen ignoriert, die bei der Förderung und beim Transport der benötigten Gasmengen aus Rußland bisher hierher anfallen. Kleine dezentrale BHKW kombiniert mit Anlagen unter Nutzung regenerativer Ressourcen würden dagegen auch in der Wirklichkeit CO2 einsparen, aber wie heißt es so schön: ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muß. Haha. Ach ja, noch etwas: Nach aktuellen Planungen hängen wir schon vor dem ersten Spatenstich bereits 1 Jahr hinter unserem Zeitplan hinterher. Denn anderes als bisher kommuniziert wird das Innovationskraftwerk nicht 2016/17, sondern erst zur Heizperiode 2017/2018 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Also ... natürlich auch nur, wenn man uns läßt und diesen für uns echt blöd gelaufenen Volksentscheid und auch das lästige Bürgerbegehren in Wedel ignoriert.
Dazu Hauke Wagner, Vattenfall Manager für das fossile Energiekonzept Hamburg:
“Vattenfall treibt die Planungen für das zusätzliche fossile Großkraftwerk weiter voran Der für uns verlorene Volksentscheid in Hamburg interessiert mich nicht. Denn wir bei Vattenfall wußten und wissen es eh besser als das dumme Volk. Dieses undankbare Gesocks kann glücklich sein, daß wir überhaupt noch Fernwärme nach Hamburg liefern! Gegen eine saftige Preiserhöhung natürlich, denn unserem Herzen liegt unsere Bilanz immer noch am nächsten. In dem Sinne sage ich: auf gute Nachbarschaft!"
Montag, 7. Oktober 2013
Feindbild Journalismus
Matthias Iken, stellvertretender Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, hat in einem Leitartikel (!) unter dem Titel "Feindbild Vattenfall" am 04.10.2013 die Nachricht aufgegriffen, daß der Vattenfall Konzern ab sofort nicht mehr die Vattenfall Lesetage veranstaltet.
Er bezieht sich dabei auch auf einen Tweet von stop-greenwashing.
Die Gegner rufen dem Kultursponsor als Dankeschön noch ein hämisches "Tschüs" hinterher.
Offensichtlich hat Iken also unseren Kommentar zu dem Thema gelesen. Nun ist es normalerweise so, daß lesen bildet. Herr Iken bildet dabei jedoch leider die Ausnahme. Denn was Iken (wiederholt) zum Thema "Kritik an Vattenfall" abläßt, ist dumm. Oder er schreibt bewußt falsch.
Zitat:
Abgesehen davon, daß sich Meister Iken für die einzig normative Instanz hält, die etwas für gerechtfertigt halten darf oder nicht: Wo bitte sind die Beschimpfungen in der Stadt?
Zitat:
Nein, das verwundert nicht. Waren doch die Lesetage (neben den Cyclassics und dem Ferienprogramm für Kinder) für Vattenfall die wichtigste Werbeveranstaltung, um von seinen "Unzulänglichkeiten" im Kerngeschäft abzulenken. Das nennt man operativ auch "Marketing" bzw. in diesem speziellen Fall "greenwashing" ... Begriffe, die Iken kennen dürfte. Ohne diese Veranstaltungen wird es Vattenfall schwerer fallen, das eigentliche Geschäftsgebahren der Konzernstrategen auf Kosten Hamburgs weiter zu verschleiern.
Zitat:
Zitat:
Der einzige, der hier beständig glorifiziert, ist Iken selbst - und zwar Vattenfall. Wenn man ihn mal fragen würde, welche Initiative in HH die HEW zurück haben möchte, dann wäre Schweigen angesagt. Die Stadtwerke München machen es übrigens vor, wie man ungeliebte AKWs betreibt, sich für diese selbst Abschaltjahre setzt und trotzdem die Energiewende zu 100% unterstützt. Es gehört zu Ikens Strategie davon abzulenken, daß Vattenfall durchaus anders könnte ... wenn die Konzernlenker wollten.
Zitat:
Eigentor, Herr Iken. Wenn hier einer einen Vertrag nicht erfüllen möchte, dann ist es Vattenfall. Die bestreiten nämlich den Konzessionsvertrag für die Fernwärme zwischen der Stadt HH und HEW bzw. Vattenfall. Das weiß Iken auch genau, steht schließlich im Abendblatt (unter Punkt 7).
Zitat:
Und wenn gar nichts mehr geht, dann geht bei Iken immer noch die nationalistische Schublade.
Es sindRedakteure Einpeitscher wie Iken, die den Ruf der "Qualitätsmedien" nachhaltig beschädigen. In einem Leitartikel muß man eine Mindestqualität an Fakten erwarten können und keine reine Meinungsmache. Daß Vattenfall in Hamburg nach und nach abgewickelt wird, liegt an dem Willen der Mehrheit der HamburgerInnen. Daß das Hamburger Abendblatt abgewickelt verramscht wird, liegt an (Chef)Redakteuren wie Iken, die den Journalismus heruntergewirtschaft und offenbar sich selbst als Feindbild auserkoren haben.
Er bezieht sich dabei auch auf einen Tweet von stop-greenwashing.
Die Gegner rufen dem Kultursponsor als Dankeschön noch ein hämisches "Tschüs" hinterher.
Offensichtlich hat Iken also unseren Kommentar zu dem Thema gelesen. Nun ist es normalerweise so, daß lesen bildet. Herr Iken bildet dabei jedoch leider die Ausnahme. Denn was Iken (wiederholt) zum Thema "Kritik an Vattenfall" abläßt, ist dumm. Oder er schreibt bewußt falsch.
Zitat:
Das alles aber rechtfertigt nicht mehr die öffentliche Beschimpfung, die inzwischen in der Hansestadt auf den schwedischen Staatskonzern einprasselt.
Abgesehen davon, daß sich Meister Iken für die einzig normative Instanz hält, die etwas für gerechtfertigt halten darf oder nicht: Wo bitte sind die Beschimpfungen in der Stadt?
Zitat:
Weniger als dieser Schritt verwundert die Tatsache, dass Vattenfall angesichts der Gegenveranstaltungen "Lesetage selber machen" oder "Lesen ohne Atomstrom" überhaupt so lange durchgehalten hat.
Nein, das verwundert nicht. Waren doch die Lesetage (neben den Cyclassics und dem Ferienprogramm für Kinder) für Vattenfall die wichtigste Werbeveranstaltung, um von seinen "Unzulänglichkeiten" im Kerngeschäft abzulenken. Das nennt man operativ auch "Marketing" bzw. in diesem speziellen Fall "greenwashing" ... Begriffe, die Iken kennen dürfte. Ohne diese Veranstaltungen wird es Vattenfall schwerer fallen, das eigentliche Geschäftsgebahren der Konzernstrategen auf Kosten Hamburgs weiter zu verschleiern.
Zitat:
Es gehört in gewissen Kreisen längst zum guten Ton, auf Vattenfall einzuprügeln. Die Initiative zum Rückkauf der Netze spielte geschickt auf der Klaviatur des Vattenfall-Bashings; einige reduzierten das hochkomplexe Rekommunalisierungsthema auf die einfache Frage, wo man gegen Vattenfall unterschreiben kann.Iken scheint es zu wurmen, daß UHUN auch gegen die Meinungsmache im Abendblatt wie überhaupt der gesamten Springerpresse (BILD, Welt, Abendblatt) den Volksentscheid gewinnen konnte. Bitterböse Ironie, daß es in Wahrheit gerade Iken und Co. waren, die im Vorfeld des Volksentscheids oft nur platte Meinungsmache brachten statt Fakten.
Zitat:
Ein Großteil der Vorwürfe gegen Vattenfall ist so interessengeleitet wie durchsichtig – es geht um Spenden, Stimmen, Stimmungen: Die Atomkraftwerke, die Vattenfall betreibt, sind Erbmasse der städtischen HEW, die heute allerorten glorifiziert werden.
Der einzige, der hier beständig glorifiziert, ist Iken selbst - und zwar Vattenfall. Wenn man ihn mal fragen würde, welche Initiative in HH die HEW zurück haben möchte, dann wäre Schweigen angesagt. Die Stadtwerke München machen es übrigens vor, wie man ungeliebte AKWs betreibt, sich für diese selbst Abschaltjahre setzt und trotzdem die Energiewende zu 100% unterstützt. Es gehört zu Ikens Strategie davon abzulenken, daß Vattenfall durchaus anders könnte ... wenn die Konzernlenker wollten.
Zitat:
Diese wirft eher ein schlechtes Licht auf den Opportunismus der Union als auf Vattenfall, das ganz altmodisch auf einmal ausgehandelten Verträgen besteht.
Eigentor, Herr Iken. Wenn hier einer einen Vertrag nicht erfüllen möchte, dann ist es Vattenfall. Die bestreiten nämlich den Konzessionsvertrag für die Fernwärme zwischen der Stadt HH und HEW bzw. Vattenfall. Das weiß Iken auch genau, steht schließlich im Abendblatt (unter Punkt 7).
Zitat:
Es geht längst nicht mehr nur um einen umstrittenen Konzern, sondern um den Umgang einer demokratischen Gesellschaft mit einem ausländischen Konzern.
Und wenn gar nichts mehr geht, dann geht bei Iken immer noch die nationalistische Schublade.
Es sind
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Aus. Aus. Aus. Das Spiel ist aus!
Geschichte wiederholt sich:
1954: Deutschlands legendärer WM Sieg
2013: Hamburgs legendärer stop-greenwashing Sieg
Das Abendblatt berichtet: Vattenfall macht Schluß mit seinen greenwashing Lesetagen!
Ein schöner Erfolg für alle, die seit fast 5 Jahren engagiert gegen das greenwashing von Vattenfall gerade bei den Lesetagen aktiv sind. Die Lesetage waren stets Vattenfalls grünes Mäntelchen, daß man doch mehr als Energiekonzern sei. Bizarr: da griff dieser Konzern jedes Jahr den Menschen und auch Kommunen (Beispiel Müllverbrennungsanlage) am Rande der Legalität immer tiefer in die Tasche und ließ sich andererseits feiern, weil man mit ein paar Brosamen die Hochkultur in HH unterstützte - mit einem Werbefestival par excellence. Schade, daß da Frau Kisseler, sonst durchaus bemüht um eine unabhängige Kultur, auch keine rühmliche Rolle spielte.
Aber schön ist, daß sich das Engagement der stop-greenwashing Aktiven nicht auf den Protest beschränkte, sondern in den letzten Jahren gleich 3 alternative Festivals ("Lesen ohne Atomstrom", "HEW-Lesetage" und "Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen") entstanden sind. Es ist wünschenswert, wenn diese jetzt weitermachen und zeigen, daß Kultur auch anders geht als nur von einem Werbeetat getragen.
Und außerdem gibt es da ja auch noch die Vattenfall Cyclassics .....
Im folgenden lest Ihr die offizielle PM der MacherInnen von Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen".
Besonders hinweisen möchte stop-greenwashing auf den Absatz zum Sponsoring von Vattenfall in der Lausitz.
2. 10. 2013
*Energiekonzern Vattenfall beendet "Vattenfall Lesetage" **
**Ein Gewinn für die Demokratie. *
Als wir die Idee im Januar 2010 unter den besetzten Bäumen im Gählerpark
hatten, als es darum ging, die Fernwärmeleitung vom damals im Bau
befindlichen Kohlekraftwerk zu verhindern, hätte ich *nicht gedacht,
dass wir so schnell am Ziel sein und Vattenfall sein
Propagandainstrument aus der Hand nehmen könnten.* Die Fernwärmeleitung
selber war ja auch so ein "Greenwashing"-Versuch. Sie sollte ablenken
von der dreckigen Basis dieser angeblich so ökologisch sinnvollen
Nutzung der Abwärme. Und selbst das stimmte ja so nicht.
Im Ersten Jahr, 2010 haben wir nur eine kleine Aktion gemacht mit einer
Lesung vor dem Vattenfall Kundenzentrum, damals noch in der Spitaler
Straße. Und bereits die löste nervöse Reaktionen aus.
Und 2011, als es dann richtig losging mit "Lesetage selber machen -
Vattenfall Tschüss sagen", ......*Zunächst mal ein dickes Dankeschön an
alle die, die sich damals getraut haben, in irgendeiner Form
mitzumachen, sei es als Künstlerin oder Künstler oder als Raumgebende.
Zu beidem gehörte Mut.* Andre, die ihn nicht hatten, befürchteten, sie
würden es hinterher irgendwie negativ zu spüren zu bekommen, wenn sie
sich mit kulturellen Aktionen fürs Klima und fürs politische Klima in
dieser Stadt engagierten.
In den vergangenen Wochen um den Tag des Volksentscheids herum haben wir
uns aber schon gefragt, ob Vattenfall seine Lesetage fortführen wird,
sollten wir den Volksentscheid gewonnen haben. Und jetzt nach dem 22. 9.
ging uns das mehrfach durch den Kopf, zumal *Vattenfall ja auch
insgesamt immer häufiger laut darüber nachdenkt, das
Deutschland-Geschäft aufzugeben.*
*Warum ein Gewinn für die Demokratie?* Mit so einem "Geschenk", wie die
beiden zuständigen Senatorinnen die Lesetage des Energiekonzerns genannt
haben, sind ja Absichten verbunden, Absichten, den Beschenkten eine
Beißhemmung zu verpassen, sie gnädig zu stimmen. Und das halten wir für
falsch.
Wer sich dann noch ein bisschen *mit der Lausitz vertraut macht, dort,
wo Vattenfall für seine (Braun)Kohle ganze Landstriche vernichtet* samt
der darin liegenden Dörfern mit ihren Kulturgütern und der Basis der
Sorbischen Kultur, wer also mitbekommt, was Vattenfall in der Lausitz
anrichtet, zweifelt
einerseits, dass es Vattenfall überhaupt um Kultur gegangen ist
und kann auch erfahren, wie Vattenfall sich dort durch gezieltes
Sponsoring eine ganze Region versucht, gefügig zu machen.
Das war auch gerade in den vergangenen Monaten anlässlich eines
Vattenfall-Antrags für einen neuen Tagebau sehr gut zu beobachten.
*Und in der Lausitz gibt es Vattenfall (Vattenfall Europe Mining, VE-M)
auch ganz offiziell zu Protokoll: "VE-M erklärt, dass für eine
Unterstützung mittels Sponsoring die Bereitschaft des Empfängers zur
Zusammenarbeit erwartet wird." *(aus einem Aktenvermerk der
Stadtverwaltung Welzow über eine Sitzung in der südbrandenburgischen
Kleinstadt am Rande des großen Tagebaus Welzow Süd vom Oktober 2010, an
der ein hochrangiger Vertreter von VE-M teilnahm.) Erwartet wird
konkret: keine Kritik an Vattenfall von den gesponserten Vereinen.
Deswegen Vorsicht vor Konzernsponsoring, nicht nur von Vattenfall,
sondern wohl auch insgesamt.
Kulturförderung ist eine öffentliche Aufgabe. Wir müssen alle zusammen
darauf achten, dass keine großen Lücken entstehen, in die
Großunternehmen mit ihren Summen hineinstoßen können.
*Wir wollen keine gesponserte Republik, denn so eine Republik ist keine
mehr. *
Wir glauben, Vattenfalls Entscheidung, die Vattenfall Lesetage
aufzugeben, setzt viel Kreativität frei und ist eine große Bestätigung
und Ermutigung für die kulturelle Unterstützung von (umwelt-)politischem
Engagement.
Mit sonnigem Gruß
Astrid Matthiae und Angela Banerjee
"Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen"
1954: Deutschlands legendärer WM Sieg
2013: Hamburgs legendärer stop-greenwashing Sieg
Das Abendblatt berichtet: Vattenfall macht Schluß mit seinen greenwashing Lesetagen!
Ein schöner Erfolg für alle, die seit fast 5 Jahren engagiert gegen das greenwashing von Vattenfall gerade bei den Lesetagen aktiv sind. Die Lesetage waren stets Vattenfalls grünes Mäntelchen, daß man doch mehr als Energiekonzern sei. Bizarr: da griff dieser Konzern jedes Jahr den Menschen und auch Kommunen (Beispiel Müllverbrennungsanlage) am Rande der Legalität immer tiefer in die Tasche und ließ sich andererseits feiern, weil man mit ein paar Brosamen die Hochkultur in HH unterstützte - mit einem Werbefestival par excellence. Schade, daß da Frau Kisseler, sonst durchaus bemüht um eine unabhängige Kultur, auch keine rühmliche Rolle spielte.
Aber schön ist, daß sich das Engagement der stop-greenwashing Aktiven nicht auf den Protest beschränkte, sondern in den letzten Jahren gleich 3 alternative Festivals ("Lesen ohne Atomstrom", "HEW-Lesetage" und "Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen") entstanden sind. Es ist wünschenswert, wenn diese jetzt weitermachen und zeigen, daß Kultur auch anders geht als nur von einem Werbeetat getragen.
Und außerdem gibt es da ja auch noch die Vattenfall Cyclassics .....
Im folgenden lest Ihr die offizielle PM der MacherInnen von Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen".
Besonders hinweisen möchte stop-greenwashing auf den Absatz zum Sponsoring von Vattenfall in der Lausitz.
2. 10. 2013
*Energiekonzern Vattenfall beendet "Vattenfall Lesetage" **
**Ein Gewinn für die Demokratie. *
Als wir die Idee im Januar 2010 unter den besetzten Bäumen im Gählerpark
hatten, als es darum ging, die Fernwärmeleitung vom damals im Bau
befindlichen Kohlekraftwerk zu verhindern, hätte ich *nicht gedacht,
dass wir so schnell am Ziel sein und Vattenfall sein
Propagandainstrument aus der Hand nehmen könnten.* Die Fernwärmeleitung
selber war ja auch so ein "Greenwashing"-Versuch. Sie sollte ablenken
von der dreckigen Basis dieser angeblich so ökologisch sinnvollen
Nutzung der Abwärme. Und selbst das stimmte ja so nicht.
Im Ersten Jahr, 2010 haben wir nur eine kleine Aktion gemacht mit einer
Lesung vor dem Vattenfall Kundenzentrum, damals noch in der Spitaler
Straße. Und bereits die löste nervöse Reaktionen aus.
Und 2011, als es dann richtig losging mit "Lesetage selber machen -
Vattenfall Tschüss sagen", ......*Zunächst mal ein dickes Dankeschön an
alle die, die sich damals getraut haben, in irgendeiner Form
mitzumachen, sei es als Künstlerin oder Künstler oder als Raumgebende.
Zu beidem gehörte Mut.* Andre, die ihn nicht hatten, befürchteten, sie
würden es hinterher irgendwie negativ zu spüren zu bekommen, wenn sie
sich mit kulturellen Aktionen fürs Klima und fürs politische Klima in
dieser Stadt engagierten.
In den vergangenen Wochen um den Tag des Volksentscheids herum haben wir
uns aber schon gefragt, ob Vattenfall seine Lesetage fortführen wird,
sollten wir den Volksentscheid gewonnen haben. Und jetzt nach dem 22. 9.
ging uns das mehrfach durch den Kopf, zumal *Vattenfall ja auch
insgesamt immer häufiger laut darüber nachdenkt, das
Deutschland-Geschäft aufzugeben.*
*Warum ein Gewinn für die Demokratie?* Mit so einem "Geschenk", wie die
beiden zuständigen Senatorinnen die Lesetage des Energiekonzerns genannt
haben, sind ja Absichten verbunden, Absichten, den Beschenkten eine
Beißhemmung zu verpassen, sie gnädig zu stimmen. Und das halten wir für
falsch.
Wer sich dann noch ein bisschen *mit der Lausitz vertraut macht, dort,
wo Vattenfall für seine (Braun)Kohle ganze Landstriche vernichtet* samt
der darin liegenden Dörfern mit ihren Kulturgütern und der Basis der
Sorbischen Kultur, wer also mitbekommt, was Vattenfall in der Lausitz
anrichtet, zweifelt
einerseits, dass es Vattenfall überhaupt um Kultur gegangen ist
und kann auch erfahren, wie Vattenfall sich dort durch gezieltes
Sponsoring eine ganze Region versucht, gefügig zu machen.
Das war auch gerade in den vergangenen Monaten anlässlich eines
Vattenfall-Antrags für einen neuen Tagebau sehr gut zu beobachten.
*Und in der Lausitz gibt es Vattenfall (Vattenfall Europe Mining, VE-M)
auch ganz offiziell zu Protokoll: "VE-M erklärt, dass für eine
Unterstützung mittels Sponsoring die Bereitschaft des Empfängers zur
Zusammenarbeit erwartet wird." *(aus einem Aktenvermerk der
Stadtverwaltung Welzow über eine Sitzung in der südbrandenburgischen
Kleinstadt am Rande des großen Tagebaus Welzow Süd vom Oktober 2010, an
der ein hochrangiger Vertreter von VE-M teilnahm.) Erwartet wird
konkret: keine Kritik an Vattenfall von den gesponserten Vereinen.
Deswegen Vorsicht vor Konzernsponsoring, nicht nur von Vattenfall,
sondern wohl auch insgesamt.
Kulturförderung ist eine öffentliche Aufgabe. Wir müssen alle zusammen
darauf achten, dass keine großen Lücken entstehen, in die
Großunternehmen mit ihren Summen hineinstoßen können.
*Wir wollen keine gesponserte Republik, denn so eine Republik ist keine
mehr. *
Wir glauben, Vattenfalls Entscheidung, die Vattenfall Lesetage
aufzugeben, setzt viel Kreativität frei und ist eine große Bestätigung
und Ermutigung für die kulturelle Unterstützung von (umwelt-)politischem
Engagement.
Mit sonnigem Gruß
Astrid Matthiae und Angela Banerjee
"Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen"
Freitag, 27. September 2013
Mittwoch, 25. September 2013
es gibt schlechte Verlierer, und es gibt Gerd Wolff von NDR Info
Bisher dachte ich ja, unser bekannter Wadenbeißer Scheuerl hätte mit diesem Beitrag die unerreichbare Pole-Position, was die schlechten Verlierer des Hamburger Volksentscheids angeht. Aber seid ich diesen Kommentar von Gerd Wolff, NDR Info, gelesen habe, bin ich mir unsicher.
Wenn man sich das durchliest, muß man wirklich sehr tapfer sein.
Zitat:
Und in dem Stil geht es weiter.
Nur einseitig holzen gegen die Mehrheit der Hamburger, die sich für "JA" entschieden. Laut Herrn Wolff alles Dummköpfe, die sich haben verführen lassen.
Zitat:
Eine Bauchentscheidung aus nachvollziehbaren Argumenten heraus ... wow, Herr Wolff kreiert mal nebenbei neue psychologische Entscheidungsmuster, ein Fressen für künftige Heerscharen von Psychologie-Studenten.
Jetzt mal unter uns beiden, Herr Wolff.
Ihr Kommentar ist das schlechteste, dümmlichste und polemischste, was ich in den letzten 2 Jahren der Auseinandersetzung zu den Energienetzen gelesen habe.
Als Privatperson können Sie gerne Ihre private Meinung rumerzählen, bloggen, twittern, malen, was auch immer. Aber als NDR Redakteur erwarte ich von Ihnen objektive Recherchen und Beiträge zur Debatte. Wenn Sie die nicht liefern können oder wollen, dann gehen Sie bitte zu Springer.
Ich fühle mich immerhin durch Ihren einseitigen und dümmlichen Beitrag erneut bestätigt, daß es sich lohnt, sich selbstbewußt gegen die Deutungshoheit sogenannter Eliten zu stemmen. Denn pikst man diese Eliten, zu denen Sie sich zweifellos zugehörig finden, z.B. mit einem Volksentscheid mal an, dann merkt man ganz schnell, was in diesen Eliten drin steckt: nur heiße Luft. In Ihrer Vita steht: es war ein längerer Weg aus der westfälischen Fußball-Kreisklasse bis ins Hamburger Rathaus.
Wahrlich, mit Redakteuren wie Ihnen ist wirklich Kreisklasse ins HH Rathaus eingezogen.
Beste Grüße
Mirco Beisheim
Wenn man sich das durchliest, muß man wirklich sehr tapfer sein.
Zitat:
Jetzt müssen alle ganz tapfer sein. Die Verlierer des Volksentscheides müssen tapfer sein, weil sie zu akzeptieren haben, dass die besseren Argumente plus 49 Prozent der Stimmen nicht ausreichen, um Recht zu behalten.
Und in dem Stil geht es weiter.
Nur einseitig holzen gegen die Mehrheit der Hamburger, die sich für "JA" entschieden. Laut Herrn Wolff alles Dummköpfe, die sich haben verführen lassen.
Zitat:
Es war bei vielen Bürgern wohl eher ein Kreuz aus dem Bauch heraus, weil sie - teilweise nachvollziehbar - kein Vertrauen zu Großversorgern wie Vattenfall haben.
Eine Bauchentscheidung aus nachvollziehbaren Argumenten heraus ... wow, Herr Wolff kreiert mal nebenbei neue psychologische Entscheidungsmuster, ein Fressen für künftige Heerscharen von Psychologie-Studenten.
Jetzt mal unter uns beiden, Herr Wolff.
Ihr Kommentar ist das schlechteste, dümmlichste und polemischste, was ich in den letzten 2 Jahren der Auseinandersetzung zu den Energienetzen gelesen habe.
Als Privatperson können Sie gerne Ihre private Meinung rumerzählen, bloggen, twittern, malen, was auch immer. Aber als NDR Redakteur erwarte ich von Ihnen objektive Recherchen und Beiträge zur Debatte. Wenn Sie die nicht liefern können oder wollen, dann gehen Sie bitte zu Springer.
Ich fühle mich immerhin durch Ihren einseitigen und dümmlichen Beitrag erneut bestätigt, daß es sich lohnt, sich selbstbewußt gegen die Deutungshoheit sogenannter Eliten zu stemmen. Denn pikst man diese Eliten, zu denen Sie sich zweifellos zugehörig finden, z.B. mit einem Volksentscheid mal an, dann merkt man ganz schnell, was in diesen Eliten drin steckt: nur heiße Luft. In Ihrer Vita steht: es war ein längerer Weg aus der westfälischen Fußball-Kreisklasse bis ins Hamburger Rathaus.
Wahrlich, mit Redakteuren wie Ihnen ist wirklich Kreisklasse ins HH Rathaus eingezogen.
Beste Grüße
Mirco Beisheim
Samstag, 21. September 2013
"Unser Hamburg, unser Netz:" Letzte Zweifel gegen ein JA ausgeräumt
Wer noch Zweifel hatte, sollten sich den unteren Beitrag auf dieser Seite ansehen:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/stromnetze116.html
Kurz, knackig, sachlich auf den Punkt gebracht - gegen die emotionale Angstkampagne der SPD.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/stromnetze116.html
Kurz, knackig, sachlich auf den Punkt gebracht - gegen die emotionale Angstkampagne der SPD.
Montag, 9. September 2013
Hamburg: Countdown für den Volksentscheid und "Unser Hamburg, unser Netz"
Dem aufmerksamen LeserIn wird aufgefallen sein, daß stop-greenwashing seit ca. 2 Monaten nicht mehr bloggt. Dabei sind wir keineswegs im Sommerschlaf, sondern arbeiten intensiv mit am Endspurt von "Unser Hamburg, unser Netz" am 22.9. in Hamburg.
Aber natürlich gibt es auch in dieser Zeit sehr viel spannendes und aktuelles zu lesen. Und zwar auf dem blog von Dirk Seifert, Energiereferent von Robin Wood.
Also bitte HIER weiterlesen.
News von heute:
Aber natürlich gibt es auch in dieser Zeit sehr viel spannendes und aktuelles zu lesen. Und zwar auf dem blog von Dirk Seifert, Energiereferent von Robin Wood.
Also bitte HIER weiterlesen.
News von heute:
Das letzte Wochenende dürfte bei der SPD-Führung in Sachen Volksentscheid nicht so gut angekommen sein. Während der Spiegel meldet, dass die Stadt beim Abschluss der Verträge über eine Minderheitsbeteiligung von 25,1 Prozent wichtige Prüfunterlagen über den Wert des Stromnetzes und der Fernwärme von Vattenfall nicht erhalten und daher überteuerte Preise gezahlt hat, kommt im Hamburger Abendblatt Jens Meyer-Wellmann nach einem umfangreichen “Faktencheck” zu dem Ergebnis: “Beide zur Abstimmung stehenden Varianten folgen einer inneren Logik”, haben Risiken, vor allem aber: “Es geht um eine politische Entscheidung, die viel mit der Grundhaltung des Abstimmenden zu tun hat.” http://umweltfairaendern.de/2013/09/faktencheck-teil-2-ohrfeige-fuer-die-spd-und-volksentscheids-gegner-es-geht-um-eine-politische-entscheidung/
Montag, 1. Juli 2013
Vattenfall und die Milliardenklage
Es ist schon unglaublich, wen Hamburgs 1. Bürgermeister Scholz, willfährige Schreiberlinge u.a. in der BILD Hamburg und nicht zuletzt die Gewerkschaftsbosse wie Abel und (ex) Rose (die natürlich bei jeder Anti-AKW Demo wieder vorweg laufen werden) uns da als Partner der Energiewende verkaufen möchten.
Der NDR brachte dazu letzte Woche ein interessantes Feature.
Zitat:
Zum Feature geht es HIER.
Der NDR brachte dazu letzte Woche ein interessantes Feature.
Zitat:
Prozesse wegen des Verstoßes gegen internationale Investitionsschutzabkommen kannte man in Deutschland bisher nicht - weil Deutschland bisher niemals verklagt wurde. Das hat sich nun geändert: Der Energieriese Vattenfall verklagt Deutschland, weil es aus der Atomenergie aussteigen will.
Verhandelt wird diese Klage weitgehend im Geheimen vor einem Schiedsgericht in Washington. Es ist ein Geschäftsfeld gewiefter Anwaltskanzleien, die vom Streit profitieren. Und weil der Profit offensichtlich groß ist, hat die Finanzindustrie diesen Markt entdeckt und finanziert Prozesse gegen Staaten.
Zum Feature geht es HIER.
Samstag, 29. Juni 2013
Falscher Dreier: Gewerkschaften kungeln mit Vattenfall & E.ON
Brechreiz-fördernd, wie die Hamburger Gewerkschaftsbosse immer wieder die eigenen Mitglieder abziehen und die Öffentlichkeit täuschen. Wenn man diese Menschen nach Fairness und Rückgrat beurteilt, können die auch in jeder bad bank oder Investment Fond anfangen, so abgezockt sind diese Typen. Besonders herausragend: Wolfgang Rose als Mitglied der SPD-Bürgerschaftsfraktion, und der jetzige Ver.di-Hamburg-Chef Wolfgang Abel. - See more at: umweltfairaendern.de
Wolfgang
Rose als Mitglied der SPD-Bürgerschaftsfraktion u.a. zuständig, den
gewerkschaftlichen Widerstand gegen den Volksentscheid zu organisieren.
Das betreibt er offenbar mit seinem Nachfolger, dem jetzigen
Ver.di-Hamburg-Chef Wolfgang Abel. - See more at:
http://umweltfairaendern.de/2013/06/volksentscheid-energienetze-hamburg-vattenfall-und-e-on-bezahlen-protest-von-gewerkschaften/#sthash.U6AgeeVB.dpuf
Wolfgang
Rose als Mitglied der SPD-Bürgerschaftsfraktion u.a. zuständig, den
gewerkschaftlichen Widerstand gegen den Volksentscheid zu organisieren.
Das betreibt er offenbar mit seinem Nachfolger, dem jetzigen
Ver.di-Hamburg-Chef Wolfgang Abel. - See more at:
http://umweltfairaendern.de/2013/06/volksentscheid-energienetze-hamburg-vattenfall-und-e-on-bezahlen-protest-von-gewerkschaften/#sthash.U6AgeeVB.dpuf
Mittwoch, 19. Juni 2013
Dienstag, 18. Juni 2013
Walter Scheuerl auf dem Kreuzzug: Von Vattenfall geliebt, von Gott verlassen
In HH entwickelt sich der parteilose CDU-Parteiling Walter Scheuerl zum fanatischen Vattenfall Kreuzritter. Aber unabhängig, aus wessen Quellen sich Scheuerls
Und HIER schreibt das Abendblatt über das neueste aus dem Scheuerl-Universum.
Mittwoch, 12. Juni 2013
265.000 Mal Tschüss Vattenfall Berlin - Volksentscheid steht!
Das Berliner Volksbegehren ist durch: 265.000 Unterschriften gegen den
Atomkonzern Vattenfall. Das sind fast 100.000 Unterschriften mehr, als
der Berliner-Energietisch benötigt hätte. Herzlichen Glückwunsch an die
BerlinerInnen und den dortigen Energietisch.
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Dienstag, 4. Juni 2013
Pfeifen drinnen und draußen bei Vattenfall Medianight 2013

MEHR dazu auf unserer Partnerseite "Tschüss Vattenfall" .
Donnerstag, 30. Mai 2013
Glauben heißt nicht wissen
Diese Wahrheit beweist auch Herr Hans-Werner-Rhein, Sprecher des Hamburger Kuratoriums des Arbeitskreises Ev. Unternehmer.
Ja, auch solche Gremien gibt es. Und das qualifiziert ihn offensichtlich, in einem Gastbeitrag in der Evangelischen Zeitung vom 20.5. seine Meinung zum Hamburger Volksentscheid über die Energienetze kundtun zu dürfen.
Ob die Kirche sich in einem Volksentscheid engagieren muß oder nicht, kann man sicherlich diskutieren. Die Contra-Argumente von Hr. Rhein sind aber sachlich falsch.
Leider ist der Artikel nicht online einsehbar.
Als Beispiele seien folgende Aussagen von Herr Rhein hervorgehoben:
- die Energienetze in HH hätten nichts mit Erzeugung und Verbrauch zu tun
- sie würden 3 Milliarden Euro kosten
- ein 100% Kauf würde den HH Haushalt lahmlegen
usw.
Dazu ist nur kurz zu sagen:
Bei der anstehenden Entscheidung geht es z.B. beim Fernwärmenetz durchaus auch um die Erzeugung und den Verbrauch. Das Fernwärmenetz in HH ist das 2. größte Deutschlands mit entsprechender Vorbildwirkung. Als Unternehmer sollte Hr. Rhein auch mit den kolportierten Zahlen sachlicher umgehen. Von 3 Milliarden spricht nicht mal Vattenfall, richtig ist ein noch zu bestimmender Wert bei 1 Milliarde + x. Entscheidend ist aber (und auch das muß Herr Rhein wissen, wenn er sich äußert), daß der HH Haushalt durch den Rückkauf nicht tangiert wäre, weil es sich um eine Sachinvestition handelt, welche über die HGV abgewickelt werden würde. So finanziert der SPD Senat ja auch die jetzige 25% Beteiligung
Lieber Herr Rhein,
kennen Sie denn etwa nicht das Achte Gebot?
Denn Sie müßten obiges wissen. Weil Sie bereits auf einer öffentlichen Veranstaltung am 15.4. darauf hingewiesen wurden, daß Sie nachweisbar Unwahrheiten über den Volksentscheid verbreiten. Das kann aus Nichtwissen ja auch einmal passieren. Aber entweder haben Sie sich bis heute nicht weitergebildet, oder Sie möchten wissentlich und willentlich weiter Unwahrheiten verbreiten.
Ersteres wäre nicht schön, letzteres verwerflich. Und dann müßte man Ihnen mit den Worten des 2. Gebotes sagen: "Du sollst Deinen Glauben und Dein Amt nicht mißbrauchen."
Es grüßt Sie Ihr christlicher Bruder
Mirco Beisheim
ebenfalls ev. Unternehmer
.
Ja, auch solche Gremien gibt es. Und das qualifiziert ihn offensichtlich, in einem Gastbeitrag in der Evangelischen Zeitung vom 20.5. seine Meinung zum Hamburger Volksentscheid über die Energienetze kundtun zu dürfen.
Ob die Kirche sich in einem Volksentscheid engagieren muß oder nicht, kann man sicherlich diskutieren. Die Contra-Argumente von Hr. Rhein sind aber sachlich falsch.
Leider ist der Artikel nicht online einsehbar.
Als Beispiele seien folgende Aussagen von Herr Rhein hervorgehoben:
- die Energienetze in HH hätten nichts mit Erzeugung und Verbrauch zu tun
- sie würden 3 Milliarden Euro kosten
- ein 100% Kauf würde den HH Haushalt lahmlegen
usw.
Dazu ist nur kurz zu sagen:
Bei der anstehenden Entscheidung geht es z.B. beim Fernwärmenetz durchaus auch um die Erzeugung und den Verbrauch. Das Fernwärmenetz in HH ist das 2. größte Deutschlands mit entsprechender Vorbildwirkung. Als Unternehmer sollte Hr. Rhein auch mit den kolportierten Zahlen sachlicher umgehen. Von 3 Milliarden spricht nicht mal Vattenfall, richtig ist ein noch zu bestimmender Wert bei 1 Milliarde + x. Entscheidend ist aber (und auch das muß Herr Rhein wissen, wenn er sich äußert), daß der HH Haushalt durch den Rückkauf nicht tangiert wäre, weil es sich um eine Sachinvestition handelt, welche über die HGV abgewickelt werden würde. So finanziert der SPD Senat ja auch die jetzige 25% Beteiligung
Lieber Herr Rhein,
kennen Sie denn etwa nicht das Achte Gebot?
Denn Sie müßten obiges wissen. Weil Sie bereits auf einer öffentlichen Veranstaltung am 15.4. darauf hingewiesen wurden, daß Sie nachweisbar Unwahrheiten über den Volksentscheid verbreiten. Das kann aus Nichtwissen ja auch einmal passieren. Aber entweder haben Sie sich bis heute nicht weitergebildet, oder Sie möchten wissentlich und willentlich weiter Unwahrheiten verbreiten.
Ersteres wäre nicht schön, letzteres verwerflich. Und dann müßte man Ihnen mit den Worten des 2. Gebotes sagen: "Du sollst Deinen Glauben und Dein Amt nicht mißbrauchen."
Es grüßt Sie Ihr christlicher Bruder
Mirco Beisheim
ebenfalls ev. Unternehmer
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